Spätsommerliches Golfen im Frühling

Dieser Titel mag in die Irre führen, gemeint ist der gleichnamige Golfclub Frühling in Götzendorf unweit des Flughafens Wien. Ein erstklassiger Spätsommertag Ende September zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht, die Vorfreude auf die Golfrunde ist groß. Am großzügigen Parkplatz – welcher sich an diesem Samstag noch füllen wird – treffen wir Richard, unseren Golffreund.
Wir genehmigen uns noch einen Kaffee auf der sonnigen Terrasse des Clubhauses und begeben uns danach zum Abschlag.

Der Platz selbst ist völlig eben, errichtet auf einer der ausladenden Acker-, Wald- und Wiesenflächen dieser Region. Vor uns liegt ein breites, gerades Par 4, welchem ein fast rechtwinkeliges Dogleg folgt. Der Wechsel zur dritten Spielbahn hat uns etwas Geduld abverlangt, wir gingen zuerst zur gegenüberliegenden 11. Dies bemerkt retour zum Grün, dem hinter diesem liegenden Weg durch den Wald folgend. Dies getan, standen wir am Neunten Abschlag. Zum Glück hatte ich ein Foto der Platzkarte gemacht – wir erkannten nun, dass wir den Weg zurückgehen und VOR dem Grün durch den Wald mussten. Dort gibt es auch einen Wegweiser, welchen man über das Fairway kommend nicht sieht…

Mit etwas erhöhtem Blutdruck stehen wir endlich am dritten Abschlag – ein ausladendes Dogleg, abermals stark gewinkelt mit zwei mächtigen Bunkern welche die Landezone einängen. Es folgt ein Par 3 mit 192 Metern, das Grün ist mit einem Ringbunker gut verteidigt.
Am Fünften Abschlag etwas zu viel riskiert liegen wir an der linken Außenseite der Anlage. Die Konsequenz ist ein Schlag über hohe Bäume aus kurzer Distanz. Dieser gelingt, der Ball landet jedoch im Grünbunker. Die Bunker sind ideal spielbar, hervorragender Sand – super gepflegt. Rechen sind genug vorhanden, eine Größe für Erwachsene würde ich gut finden. Generell vermittelt der Platz einen guten Eindruck, bis auf die nicht optimal platzierten Wegweiser keine wirklichen Mängel.
Nach der Sechs, welche direkt an der Begleitstraße und zu meiner Freude zu selbiger mit großem Abstand und Baumbestand liegt erreichen wir das spannende siebente Loch. Dieses führt am großen Teich vorbei, über das Wasser gelangt man direkt aufs Grün. Definitiv ein Punkt für ein Erinnerungsfoto. Wir bleiben an diesem Teich und schlagen gleich nochmals erhöht auf das gegenüberliegende, 128 Meter entfernte Grün, welches stark nach unten zum Wasser hängt. Der Verbindungsweg durch den Wald auf dem Weg zur Neun spendet Abkühlung. Das Par 5 mit 525 Metern wird an strategischer Stelle verengt und durch Bäume unterbrochen.

Auf den Back Nine warten vorerst ein entspanntes Par 4, ein Par 3 sowie das zwölfte Loch mit einem versetzten Grün. Vor diesem erwartet uns ein Flight vom entgegenlaufenden 4. Loch des Night Course nach einem verzogenen Schlag. Glück für uns, denn wir suchen wieder den nächsten Abschlag. Etwas ungeschickt muss man hier auf der gespielten Bahn ein Stück zurück und zum 13. Tee gehen. Die beiden Jungs zeigen uns freundlich den Weg. Die Wegweiser am Platz sind riesig, in diesem Fall aber hinter einem Hügel gesteckt, statt auf diesem. Also nicht einsehbar.

Nach diesem Dogleg mit Grün in einer Waldlichtung nehmen wir den Verbindungsweg vorbei an der 4. Teebox vom Night Course zur Vierzehn. Nach kurzem Studium der Lage ist uns klar, dass das frontale Wasser – ein Teich der zu überspielen ist – für unsere Drives nicht gefährlich ist. Eine schnurgerade Bahn mit fairen Landzungen im Teich. Auf diesem Par 5 kommt Wasser zweimal ins Spiel, zuletzt rechts vor dem Grün. Wir wechseln am 18. Tee vorbei über die Straße zum 15. Abschlag. Dieses Par 4 verläuft gerade Richtung Platzende und hat eine Länge von 397 Metern – Hcp 2.

Auf die Sechzehn, wieder ein gerades Par 4 folgt das Highlight, ein Par SECHS mit 600 Metern. Nach dem Drive darf ich auch hier den Bunker testen – wieder bestens. Damit ist das Dogleg überwunden, das erste Par 6 meines Golflebens beende ich mit einem Bogey. Für mich OK.
Links nach dem Grün geht’s zu den erhöhten Abschlägen der 18, ein Par 3 mit Inselgrün Richtung Clubterrasse.

Fazit:

Absolut ebene Anlage, sehr gut gepflegt. Gute Grüns, hervorragende Bunker – rund 50 davon. Trotz voller Buchung zügig zu spielen, keine negativen Einflüsse. Abwechslung bringen Hügel, zahlreiche Bunker und Wasserhindernisse. Die Fairways sind durch variable Gestaltung des ersten Schnitts trickreich, aus der Ferne nicht sofort erkennbar. Viel alter Baumbestand, bis auf wenige Ausnahmen kurze Verbindungswege. Wegweiser verbesserungswürdig, aber ein Platz der Spaß macht.
Sehr freundliches Sekretariat, umsichtiges Personal im Clubrestaurant. Speisekarte übersichtlich, passt aber so. Wir kommen gerne wieder.

Die Werte:

18 Loch Parkland Kurs. Insgesamt 3 Kurse – 18, 9 und einmal 9 Loch (Night Course) mit Flutlicht.
Par 73 mit 5.981 Metern von Gelb (72,8 / 123) und 5.353 Metern von Rot (75,2 / 125).

Golfclub Frühling
Am Golfplatz
2434 Götzendorf/Leitha
+43 (0) 2234 78878

office@gcfruehling.at
www.gcfruehling.at

Text und Fotos: Christian Freidl, Golfsociety Austria

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